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14 Nach Westen

14.12. 2023 - 28.01.2024

Der in Encarnación mehrere Kilometer breite Paraná ist der Grenzfluss zwischen Paraguay und Argentinien. Zwei Stunden stehen wir in der Mittagshitze auf der langen Brücke, aber wir haben noch Glück: andere brauchten vier Stunden. Grund ist der kleine Grenzverkehr: im Moment ist wegen der galoppierenden Inflation fast alles in Argentinien günstiger, insbesondere Treibstoff, er kostet nur ein Drittel!



Auch die Kühe suchen Abkühlung!







In den nächsten Tagen können wir nur von kühleren Nächten träumen. Quer durch den Chaco wird es nochmal so richtig heiß. Der Tankwart grinst und prophezeit fürs Wochenende 48°C...




Der Ort mit dem richtigen Namen








Endlich etwas Kaltes...








Nach 4 Tagen erreichen wir Salta auf 1200m Höhe, es ist immer noch deutlich mehr als 30°C, aber nachts nur noch knapp über 20°. 

Der Campingplatz mitten in der Stadt ist fast leer, noch kommen keine Tagesgäste weil das riesige Schwimmbecken nicht gefüllt ist. 







Zu Fuß erkunden wir die Stadt, oder per Bus. Eine Busfahrt kostet 110 Pesos, umgerechnet 13 Cent, das kann ja nicht kostendeckend sein! 

Mit dem neuen ultraliberalen Präsidenten wird sich wohl Einiges ändern. Er hat schon den Pesokurs von knapp 400 für einen Dollar auf 800 verdoppelt. Weitere drastische Einschnitte sollen folgen. Auswirkungen für uns waren bisher der massiv teurere Diesel und der Bierpreis... Aber Demonstrationen haben wir bisher nicht gesehen.


Wir verbringen Weihnachten und Neujahr in Salta, genießen die nahen Einkaufsmöglichkeiten und das sich so langsam füllende Schwimmbad.



Und natürlich auch das deutsche Bier!






Im strömenden Regen, jetzt ist die Hauptregenzeit, verlassen wir Salta Richtung Cafayate und peilen „unseren“ Übernachtungsplatz im Kakteengarten vom letzten Jahr an. Noch haben die großen Cardón-Kakteen keine Blüten, nur viele Knospen, aber andere kleinere Arten blühen, manchmal nur für wenige Stunden.
























Beim Frühstück sehen wir eine Gruppe den nächsten Hügel erklimmen, also nichts wie los! Inzwischen hat die Sonne gut geheizt und der Schweiß fließt in Strömen, aber die Aussicht entschädigt uns.











Hier ist der Bogen










Immer am Ostrand der Berge fahren wir weiter südwärts. In Hualfin machen wir eine Canyonwanderung mit der Aussicht auf ein Bad im Bach, aber das veralgte Wasser wirkt nicht sehr einladend. Die Wanderung war trotzdem sehr schön!



























Via Belén und Tinogasta planen wir hinauf zum Paso San Francisco auf knapp 5000m zu fahren. Wir wollen nicht nach Chile, aber noch einmal Höhenluft schnuppern. Doch in Fiambala macht der Toyota wieder seltsame Geräusche und tatsächlich haben sich an der Front wieder zwei feine Risse im Chassis gebildet. Den Ausflug auf den Pass müssen wir wohl streichen. 




In Tinogasta finden wir nach langem Suchen eine ordentliche Werkstatt, aber der Schweißer ist in den Ferien. Mit einem mulmigen Gefühl fahren wir die 200km nach Chilecito, der nächsten größeren Stadt. Hier haben wir Glück, schon die erste Werkstatt kann uns helfen. Nach 2h ist das Auto geschweißt und wir finden einen ordentlichen Campingplatz mit schönem Rasen, aber ohne Schatten. Tags brennt die Sonne aufs Auto, nachts kommt nicht nur der Ventilator an seine Grenzen...


Über die 2000m hohe Cuesta de Miranda fahren wir zum Parque Provincial Ischigualasto, auch Valle de la Luna genannt. 

Auch hier brennt die Sonne vom wolkenlosen Himmel, aber auf 1400m geht ein frischer Wind. Nach kühler, windstiller Nacht wird es stürmisch: der Sand fliegt und wir müssen im Windschatten unseres Autos essen. 






Auf der Weiterfahrt wird es noch schlimmer, ein richtiger Sandsturm, manchmal können wir nur noch 20m weit sehen. Erschöpft erreichen wir schließlich nach 270km den geschützten Campingplatz in San Juan.




Für Übermorgen ist wieder Sturm angesagt, daher starten wir am nächsten Morgen Richtung San Luis. Tatsächlich ist es fast windstill, aber die Sonne heizt unser Auto auf  fast 40°C auf. 330km später bei unseren Freunden auf 1000m kühlen wir langsam wieder ab, nachts brauchen wir sogar den Schlafsack bei 18°C...




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