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13 Zum Schweißen nach Paraguay

   07.11. - 13.12.2023

Nach einer Zwischenlandung in Sao Paulo kommen wir gegen Mittag im 30° heißen Buenos Aires an. Das bestellte „Taxi Premium“ lässt aber auf sich warten, nach 1½h streicht die Firma kommentarlos unsere Reservierung! Für ca. €30 buchen wir nun am Taxischalter von Tienda Leon. Nun klappt alles ganz schnell: nach einer Stunde Fahrt stehen wir schon in unserem Hotel und hier hat die Buchung per Email funktioniert.

Zuerst brauchen wir Bargeld. Bei Western Union um die Ecke erhalten wir für €300 ca. 274'000 argentinische Pesos, alles in 1000 Peso-Scheinen... Das sprengt das Portemonnaie! Die Inflation hat Argentinien fest im Griff, 140% pro Jahr sollen es momentan sein.

Am nächsten Morgen fahren wir zur „Blume“, die inzwischen fast zu einem Wahrzeichen von Buenos Aires geworden ist.

Wir genießen nach dem November-Grau zuhause das herrliche Frühlingswetter. Weiter geht es in den japanischen Garten und den Parque Ecologico, einer Art Zoo mit freiem Eintritt.












































Origami in vielen Formen




Jacaranda, noch nicht in voller Blüte




Mara. patagonische Pampashasen


Kühle Temperaturen erwarten uns am 2.Tag. Aber die Prachtsbauten an der Avenida de Mayo sind auch bei Regenwetter eindrucksvoll.






Plaza del Congreso























Hundeausführerin, Paseadora de Perros,  typisch für Buenos Aires





Riesiger Gummibaum am Plaza del Congreso





Der Buquebus, die schnelle Fähre, bringt uns nach drei Tagen von Buenoa Aires nach Colonia in Uruguay, und das Taxi zu unserem Auto.







Prompt springt der Toyota an, wir fahren an die Sonne, leeren die Koffer und freuen uns auf eine ruhige Nacht.

Die nächsten Tage bestehen aus Putzen und Einleben bei angenehmen Temperaturen.


Unser erstes Ziel ist wieder Nuevo Berlin am Rio Uruguay. Der Fluss hat extremes Hochwasser und alle unsere bisherigen Standplätze sind überflutet. Dazu machen zeitweise viele kleine Stechmücken den Aufenthalt im Freien zur Qual.








Unseren nächsten geplanten Übernachtungsplatz müssen wir wegen des Hochwassers streichen: ein Nebenfluss hat die Zufahrt zum Artigas-Denkmal unter Wasser gesetzt. Kurzentschlossen biegen wir ab zu den Termas San Nicanor. Die Naturstraße ist richtig übel, aber die schöne Umgebung und das nächtliche Bad unter Sternen sind es wert.














 

 

  

Die Straße von Salto nach Concordia in Argentinien führt über die Staumauer des riesigen „Salto Grande“-Stausees. Seltsam, der See ist nicht voll, das hätte die Überschwemmungen am Unterlauf des Rio Uruguay sicher reduziert.

In einer Toyota-Werkstatt lassen wir das Öl wechseln, dann kaufen wir ein und füllen unser Rotweinlager mit feinem Malbec auf.
















 

Campingplatz in Bonpland auf der Weiterfahrt gen Norden

 



Das Nest des Vogels mit dem treffenden Namen, Hornero, Backofen

 

Auf der Weiterfahrt Richtung Posadas reichen die Überschwemmungen oft bis an den Straßenrand. Ob die Straße bei neuen Regenfällen gesperrt wird?



Der Grenzübertritt nach Paraguay verläuft problemlos, aber langsam. Füllt der junge Zöllner das Autoformular zum ersten Mal aus?




Im Parque Manantial in Hohenau sind wir die einzigen Camper und beziehen wieder unseren alten Platz neben dem WC- und Duschhäuschen. Im Schwimmbad geht es allerdings hoch her: hier in Paraguay haben gerade die Sommerferien begonnen.

Aber wir sind ja nicht zum Schwimmen hierher gefahren, sondern um unser Auto schweißen zu lassen. Die Werkstatt beim empfohlenen Brasilianer ist das reinste Chaos aber er und sein Sohn verstehen ihr Handwerk. Zunächst werden die Teile gesandstrahlt, dann geschweißt und angestrichen. Wir vertreiben uns die Zeit mit langen Spaziergängen durch Hohenau, essen im Kilo-Restaurant zu Mittag, dort zahlt man nach Gewicht, und übernachten dann in der Werkstatt im aufgebockten Auto bei deutlich über 30°. 


Nach zwei Nächten sind wir fertig, aber beim Aufbocken ist wohl etwas schief gelaufen, die Fugen bei der Kabine haben sich vergrößert! Trotzdem sind wir froh die Chaos-Werkstatt zu verlassen. Auf dem Camping verfugen wir die Risse neu, mit der Hoffnung, dass sie nicht schlimmer werden.





Tapir im Camping-Zoo


























Da wo jetzt der Ast liegt stand das Auto vor einem Tag...

In Hohenau steigen die Temperaturen von Tag zu Tag und am nächsten Wochenende sollen es über 40° werden, bei hoher Luftfeuchtigkeit. Und jetzt fängt der Sommer erst an! Wir sehnen uns nach Temperaturen bei denen wir nachts ohne Ventilator schlafen können.

Ohne große Diskussionen ändern wir unsere ursprünglichen Reisepläne: statt via brasilianischem Pantanal nach Bolivien in die Anden, planen wir nun direkt durch den argentinischen Chaco den Anden zu nach Salta zu fahren.

Zum Schweißen nach Paraguay.pdf