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07 Adieu, Araukarien!

                                                                                                                                   19.01.-20.02.2022


Auf der Weiterfahrt durch die eindrucksvolle Schlucht des Rio Atuel steigen die Temperaturen. Wegen den Talsperren und Wasserkraftwerken besteht der Fluss nur aus einem Rinnsal, aber ein Wasserloch bietet Abkühlung.

 




  

Viele Gemeinden in Argentinien stellen den Campern einen günstigen Übernachtungsplatz zur Verfügung, den Camping Municipal. Auf dem Platz in Malargüe herrscht schon reger Betrieb. Mit Glück und weil wir keinen Fogon, die gemauerte argentinische Feuerstelle, brauchen, erwischen wir noch einen schönen, schattigen Stellplatz.

 


Unerwarteter Höhepunkt unseres Aufenthalts wird die Fiesta Nacional del Chivo, das fünftägige Ziegleinfest. Livemusik auf der Bühne und viele Buden bieten neben Essbarem auch Gaucho- und Haushaltsartikeln an. Das wichtigste allerdings sind die großen Feuerstellen an denen die Ziegen auf den typischen Kreuzen gegrillt werden. Im Halbdunkeln versuchen wir unsere Bratenstücke anatomisch richtig zu zerlegen.

Zurück beim Auto hören wir noch lange nach Mitternacht die Musik und schlafen bei argentinischen Gitarrenklängen ein.

 













Entlang der Andenostseite fahren wir auf der Ruta 40 südwärts, zuerst geteert, dann über staubige Naturstraße. Immer wieder staunen wir über die endlosen, menschenleeren Weiten. Hin und wieder zweigen Feldwege zu entlegenen Estancias ab.

 
















An der Provinzgrenze zu Neuquén finden wir am Rio Barrancas einen schönen Übernachtungsplatz.


Weiter geht’s nun auf guter Teerstraße. Auf dem Camping in Chos Malal erwischen wir noch einen windgeschützten Platz, aber in Las Lajas fliegt der Staub und treibt uns Tränen in die Augen. Die Argentinier scheinen das gewöhnt zu sein und lassen sich beim Picknick nicht stören.




Lohnt sich die Fahrt ins 150 km entfernte Caviahue an der chilenischen Grenze in 1600m Höhe? Hat es dort oben Araukarien? Der junge Mann im Touristenbüro nickt zwar, aber nicht sehr überzeugend und ein Foto als Beweis gibt es nicht! Also müssen wir uns selbst ein Bild machen...

Zunächst ist die Fahrt recht eintönig, aber immerhin auf geteerter Straße. Aber wir werden nicht enttäuscht! Eine riesige Araukarie begrüßt uns schon vor dem Dorf.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  

Auf der gegenüberliegenden Seeseite sehen wir einen Wohnwagen am Ufer stehen und der Besitzer meint, dass man hier im Freien übernachten dürfe. Wir suchen uns ein schönes Plätzchen mit Blick auf den Vulkan Copahue und genießen eine ruhige Nacht. Aus einer Nacht werden am Ende sieben Nächte, so gut gefällt uns der Platz.




Leider ist der See zum Baden nur bedingt geeignet: wegen des Wassers vom Vulkan ist das Wasser leicht ätzend. Das scheint die Möwen aber nicht zu stören.

 

 





Zu Fuß erreichen wir von hier aus das Dorf und die Wanderwege zu den Cascadas und der versteckten Lagune, der Laguna Escondida.

 

 

 

 

 














Einen eintägigen Ausflug machen wir zum berühmten Salto del Agrio und nach Copahue, dem Thermalbad. Aber das berühmte Schlammbad lassen wir links liegen.

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 





Zurück in Las Laja findet eine Parade zur 125-jährigen Stadtgründung statt. Auf der Plaza warten wir mit den geduldigen Argentiniern gefühlte Stunden auf das Erscheinen des Gouverneurs von Neuquén. Wir stehen im Schatten, aber die Soldaten in voller Ausrüstung müssen in praller Mittagssonne ausharren...

 





  

40 Jahre sind seit dem Krieg um die Malvinas, die Falklandinseln, vergangen.

Margrit bekommt eine Erinnerungsmaske geschenkt.

 

 



Im Museum in Plaza Huincul bestaunen wir die Dinosaurierskelette, die hier in der ölreichen Umgebung gefunden wurden. Der riesige pflanzenfressenden Argentinosaurus Huinculensis soll mit einer Länge von 38 Metern bis zu 60 Tonnen schwer gewesen sein.







Argentinosaurus Huinculensis







Der fleischfressende Giganotosaurus Carolinii in Villa El Chocón ist das größte bis heute gefundene Exemplar eines Raubsauriers. Er ist zwar deutlich kleiner, soll aber auf seinen zwei Beinen bis zu 50 km/h schnell gewesen sein.





 

Giganotosaurus Carolinii

 







 

 

 

Catriel, wo wir im März 2020 am Beginn des argentinischen Lockdowns auf einem staubigen Platz übernachten mussten, verwöhnt uns nun mit einem schönen, ruhigen Rasenplatz und mit sehr guten Duschen.

 

Weiter geht es wie vor zwei Jahren durch die Provinz mit dem richtigen Namen, La Pampa. Erst in der Provinz San Luis beginnen Mais- und Sonnenblumenfelder.

Bei den Freunden in El Volcán verbringen wir entspannte Tage und helfen beim Bauen.

 





 

 

 

 

 

 

 

 

 

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